Hoffnung! Kennen Sie das Gefühl, dass Ihnen in Zeiten der Unsicherheit ein Funken Hoffnung fast so etwas wie Sicherheit geben kann? Dass das ausreichen kann, über sich selbst hinauszuwachsen, aktiv zu werden und zu gestalten?

Aber kennen Sie auch das Gefühl, wenn scheinbar nichts mehr bleibt als Hoffnung? Eine Hoffnung die Sie dazu verleitet, die Hände in den Schoß zu legen und eine Lösung im Außen bzw. durch Andere zu erwarten?

Wussten Sie, dass es Kulturen gibt, die den Begriff Hoffnung gar nicht kennen? Und dass es Kulturen gibt, in denen der Begriff grundsätzlich negativ assoziiert ist, weil er mit Passivität gleichgesetzt wird?

„Wie sollen wir hoffen? Welche Handlungsspielräume eröffnen sich für Organisationsberatung, Supervision und Coaching in Zeiten zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit?“ Diesen Fragen wurde auf der Tagung „Dialektik der Hoffnung“ der großen Verbände für Supervision und Coaching der DACH Region (DGSv, ÖVS und bso) und der Evangelischen Akademie Tutzing nachgegangen.

Es war mir eine große Freude, gemeinsam mit meinem Mann Joachim Malleier (cap-austria) den Workshop „Reise in die eigene Organisation“ zu moderieren. Auf dieser spannenden Reise ging es um das Bewusstmachen eigener Strategien sowie das Entdecken organisationaler Spannungsfelder und individueller Handlungsspielräume. Diese Reise wirkt nach, wie uns Teilnehmerinnen berichteten.

Ich selbst habe es sehr genossen, den Begriff Hoffnung nicht nur auf konkrete Beratungssituationen zu beziehen, in denen Menschen und Unternehmen mitunter das Stadium der Hoffnungslosigkeit erreicht haben. Sondern auch auf das eigene Erleben und auf Erkenntnisse aus Philosophie, Kunst, Religion, Kulturgeschichte u.a. Beginnend bei Begriffsklärungen: Sprechen wir von Hoffnung auf etwas Konkretes, im Sinne eines Wünschen. Oder sprechen wir von nicht zielgerichteter Hoffnung an sich, im Sinne eines Eröffnens von Räumen.

Räume hat die Tagung vielfach eröffnet: Raum für Begegnung, Gespräch, fachlichen Austausch und Selbstreflexion in den wunderschönen Räumlichkeiten von Schloss Tutzing am Starnberger See.

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