Referenzen

 

Damit Sie sich ein besseres Bild machen können, wie die Arbeit mit AnnA abläuft, geben Ihnen ein Weinviertler Winzerhof sowie ein Landgasthaus in Oberösterreich Einblick in ihre Erfahrungsberichte.
Ich danke beiden Familien für Ihr Vertrauen in meine Arbeit und für die Erlaubnis, ihre Erfahrungen soweit zu veröffentlichen.

 

WEINGUT SCHÜLLER

Das Weingut Schüller ist ein Traditionsbetrieb in Pillersdorf bei Retz im westlichen Weinviertel. Geführt wird er von Helga Schüller und ihren beiden Töchtern Kerstin und Nadine. Nach dem frühen Tod von Josef Schüller haben die drei Frauen beschlossen, den Betrieb gemeinsam zu führen, wobei jede ihr Aufgabengebiet sehr gut meistert. Gemeinsam ist ihnen der hohe Qualitätsanspruch an ihren Wein, den sie mit viel Liebe zum Detail gewinnen. Und der Erfolg gibt ihnen recht: die Zahl der Auszeichnungen und Medaillen nimmt jährlich zu, zuletzt verliehen vom Österreichischen Weinsalon. (www.weingut-schueller.at)

Ausgangslage

„Aufgrund von Schicksalsschlägen war es immer eine Herausforderung das Weingut entsprechend zu führen“ sagt Helga Schüller. In einer Zeit, in der viele Weinbaubetriebe zusperren, war es ein besonders mutiger Schritt von den beiden Töchtern, sich für das gemeinsame Fortführen des Weinguts zu entscheiden. Die Herausforderung ist, Lebens- und Existenzgrundlage für alle drei Winzerinnen zu schaffen, eine Familie zu sein und dennoch den Betrieb weiter zu modernisieren. Es gab grobe Aufgabenaufteilungen aber vieles blieb als Familienaufgabe erhalten. Diese Strukturierung und die Außensicht, wie nehmen KundInnen den Betrieb wahr, waren zentrale Fragestellungen.

Was habe ich gemacht

In einem persönlichen Gespräch habe ich die Ist-Situation erhoben, um einen ersten Zugang zu den zentralen Problemstellungen zu erhalten. Der Rundgang im Betrieb hat einen sehr starken Eindruck vermittelt, welche Themen unbewusst auf die Familie wirken und ihr Handeln beeinflussen. Somit konnte ich drei Handlungsfelder ausmachen:

  • Die räumliche Gestaltung des Lebens- und Arbeitsraumes so, dass jede der Frauen ihren Platz als Betriebsführenden gut einnehmen kann und eine gemeinsame Identifikation möglich ist.
  • Den Aufbau einer Betriebsstruktur, die unabhängig von einer „familiären Logik“ ist.
  • Das bewusste Ansprechen der Familiensituation in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Für alle drei Handlungsfelder habe ich Familie Schüller Vorschläge für erste Umsetzungs-Schritte aufgezeigt.

Was wurde umgesetzt

Seit dem ersten Treffen wurde die räumliche Aufteilung immer ein wenig in der Art verändert (Büroarbeitsplatz, Privatraumaufteilung), dass die Jungwinzerinnen immer mehr die Rolle der Tochter verlassen und mehr die Rolle der Betriebsführenden übernehmen. Die Familie hat sich auf meine Empfehlung auch weitere Unterstützung für die Themen geholt, die bei der räumlichen Betriebsanalyse zutage kamen.

„Vielfach wurde diskutiert, gelacht aber natürlich waren wir auch über manches verwundert“ resümiert Familie Schüller die drei Beratungstreffen.

 

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LANDGASTHOF DIEPLINGER

Seit 1635 besteht der Landgasthof Dieplinger in Brandstatt bei Eferding /OÖ direkt an der Donau. Geführt wird der Gasthof Dieplinger von Paula und Karl Langmayr gemeinsam mit ihrer Tochter Andrea. Es ist ein Gasthaus in dem Traditionsbewusstsein in eine zeitgemäße Form übersetzt und gelebt wird (www.langmayr.at). In vier unterschiedlich großen Gaststuben ist Platz für etwa 245 Gäste, im Sommer können im Gastgarten circa 170 weitere Personen verköstigt werden. In 4-Stern-Zimmern können Gäste auch im Gasthof nächtigen. Weiters werden diverse Seminarräume vermietet. Tragende Säulen des Gasthof Dieplinger sind bodenständige Qualitätsgastronomie und eine große Serviceorientierung. Dies führt dazu, dass der Gasthof Partnerbetrieb von Genussland OÖ, Kultiwirt oder BÖG ist. Auch die hauseigenen Edelbrände wurden mehrfach ausgezeichnet.

Ausgangssituation

Fam. Langmayr ist mit großen internen und externen Herausforderungen konfrontiert, die im Erstgespräch ausgemacht wurden. Wie viele andere Familienbetriebe in der Gastronomie-Branche leidet der Gasthof Dieplinger unter Arbeitskräftemangel und eine Änderung der Situation ist derzeit nicht absehbar. Somit ist Familie Langmayr selbst rund um die Uhr im Betrieb eingesetzt, was alle an die Grenzen ihrer Belastbarkeit führt. Zentrale Frage im Gasthof Dieplinger ist die nach der Zukunft des Betriebs und einer Existenzgrundlage für die nächste Generation. Dass diese Frage nicht gelöst ist beeinflusst den Betrieb insgesamt.

Was habe ich gemacht

In einem Rundgang durch die Gaststuben, Gästezimmer und den Außenbereich wurden Themen sichtbar, die sich in räumlichen als auch in betrieblichen Situationen widerspiegeln und als solche teilweise gar nicht wahrgenommen werden. Im Gasthof Dieplinger habe ich drei große Themenbereiche wahrgenommen und als Handlungsfelder aufgezeigt. Darüber hinaus habe ich Vorschläge gemacht, wie die Situation jeweils mit möglichst einfachen Mitteln werden kann.

Die Lösungsansätze habe ich auf mehrere Ebenen (räumlich, betrieblich) bezogen und in Prioritätsstufen nach ihrer Dringlichkeit aufgezeigt.
Zu den sofort nötigen Maßnahmen gehören:

  • Sich ersetzbar machen und Puffer schaffen. Hier habe ich die problematische Ist-Situation und Szenarien angesprochen, wie man sich ersetzbar machen könnte.
  • Die Gestaltung der Eingangsbereiche so, dass sie eine Haltung widerspiegeln, die Gäste willkommen heißt.
  • Die grafische Gestaltung der Speisekarte so, dass sie als Visitenkarte des Gasthofs fungiert, die Vertrauen in die Qualität der angebotenen Speisen und ins Haus weckt und dem Zielpublikum zeigt, was im Gasthof alles angeboten wird. Das Thema ist auch, außer Streit zu stellen, dass Qualität einen gewissen Preis hat.

Langfristig ist für Familie Langmayr die zukünftige Entwicklung des Gasthofs zu klären. Dazu habe ich verschiedene Szenarien aufgezeigt bzw. wo was zu klären ist.

Was wurde verändert

Betriebsblindheit vergeht, wenn man seinen eigenen Betrieb aus Sicht der der Kunden neu anschaut. Dies hilft auch dabei, eigene Stärken und Besonderheiten wieder wahrzunehmen.

Ein wichtiger Teil des gemeinsamen Prozesses war, Probleme offen zur Sprache zu bringen. Das hat es möglich gemacht sich Veränderungen zuzuwenden und auch diese anzusprechen.

Gerade in einem Familienbetrieb sind die Geschehnisse nie losgelöst von der eigenen Person.

Wichtig ist auch, welche Einflussfaktoren Entscheidungen fördern oder hemmen. Entscheidungen die vor mehreren Generationen getroffen wurden sind mitunter bis in die Gegenwart wirksam.

Insgesamt ist im Gasthof ein langsamer Prozess in Gang gekommen. In kleinen Schritten hat Familie Langmayr begonnen, einfache Dinge zu verändern.

„AnnA hat im Gasthaus einen Prozess in Gang gesetzt, der uns als Personen verstärkt in den Mittelpunkt gerückt und zur Sprache gebracht hat. Wir haben langsam mit kleinen Veränderungen begonnen “ sagt Paula Langmayr, Wirtin des Gasthof Dieplinger.